Wohnbebauung Lindenthal Köln

Die örtliche Situation wird vom Hohenlind-Park im Osten und dem Kölner Stadtpark im Westen bestimmt. Der Hohenlind-Park steht in engem Zusammenhang mit dem benachbarten Elisabeth-Krankenhaus und stellt ein landschaftliches Kleinod mit imposantem Baumbestand dar. Der Kölner Stadtpark ist ein weitläufiges Naherholungsgebiet. Die geplante Wohnbebauung befindet sich inmitten dieser beiden wertvollen Naturräume, in Verbindung mit der relativen Stadtnähe ist dies ein Wohnstandort von höchstem Potenzial.

 

Das Wohngebiet soll keine Trennung der beiden Parks, sondern vielmehr deren Bindeglied darstellen. Die beiden Parks sind zukünftig mit einem nördlichen und einem südlichen Grünband intensiv vernetzt. Hierbei wird eine durchgehende Allee mit breiten Rasenrändern entwickelt, im Süden bildet ein mäandrierender Wiesenweg dessen Pendant. Innerhalb dieses durch die Grünverbindungen gebildeten „grünen Rahmens“ ist die Erschließung des Wohngebietes als Mischsystem vorgesehen, Autos und Fußgänger sind gleichberechtigt. Nach Norden und nach Süden hin, zu den bestehenden Wohngebieten, wird deren klassische Erschließungsform, also die Trennung von Auto- und Fußgängerverkehr vorgeschlagen. Auf diese Weise ergibt sich eine selbstverständliche Verzahnung mit dem umliegenden Bestand. Auch die den Militärring begleitende bebauungsfreie Zone wird so gestaltet wie es im südlichen Anschluss und an vielen Abschnitten des Militärrings zu finden ist: als baumgefasste Wiesenflächen. Auch dies eine Maßnahme, das neue Wohngebiet mit der Umgebung harmonisch zu verzahnen.

 

Die Erschließung erfolgt von Süden über die Bachemer Straße und von Norden über die Werthmannstraße. Um einen Durchgangsverkehr zu vermeiden ist eine Verbindung innerhalb des Quartiers nicht vorgesehen. Die nördliche Straße knickt vor dem Alleenweg ab zum Vorplatz der Schule und des Kindergartens. Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad kommen werden vom Gehweg direkt auf den Platz geleitet. Die südliche Zufahrt führt ebenfalls mit einem klassischen Profil in das Wohngebiet, zwischen den beiden Grünzügen wird eine großzügige Mischerschließung vorgeschlagen. Häuser in zweiter Reihe sind über Privatwege erreichbar. Innerhalb des Wohngebietes ist eine intensive und auch informelle Wegevernetzung vorgesehen. Kleine Wege oder Wiesenpfade sollen Sozialkontakte fördern und zusätzlichen Spielraum bieten.