Burg Rode Herzogenrath

Die Burg Rode, das Wahrzeichen Herzogenraths, war von der Stadtseite aus auf Grund des unkontrollierten Bewuchses kaum noch wahrnehmbar. Um die Burg mit ihren gestaffelten Maueranlagen wieder erlebbar zu machen, wurde der Burggarten von störendem Bewuchs befreit und der Platz am Kriegerdenkmal (1928 eingeweiht) völlig neu gestaltet. Eine großräumig angelegte Treppenanlage schafft hier die Verbindung zum nach der Rodung jetzt wieder gut sichtbaren Tor in der Burgmauer. Gestaffelte Naturstein-Gabionen terrassieren das Gelände, diese Strukturbänder setzen sich in den Pflanzstreifen aus Buchsbaum, Efeu und Strauchrosen fort. Eingestreute Säuleneichen akzentuieren die Situation und behalten auch langfristig die Blickbeziehung zur Burg bei. Das martialische Kriegerdenkmal wurde abgerissen, dessen Kreuz und Gedenktafel erhalten und als Intarsie in eine -deutlich kleinere- Betonwand eingefügt.

 

Auch der Burggarten wurde vollständig neu gestaltet, auf der mittleren Ebene schafft nun eine Bühne mit davor angeordneten festen Sitzbänken die Möglichkeit Events unterschiedlicher Größe witterungsunabhängig auszurichten. Die „Außenhaut“ der Bühne wurde zur besseren Integration in die baumbestandene Umgebung mit Holzlamellen strukturiert. Die dynamische Gesamtform, die wie schwebend auf dem zurückgesetzten Sockel liegt, resultiert aus den akustischen Vorgaben. Die Aufweitungen der konisch verlaufenden Innenwände können als Stauraum genutzt werden.