Maulbeerhügel Herzogenrath

Nördlich von Berensberg erreicht das Gelände in Gestalt einer flachen Kuppe die höchste Stelle zwischen Lousberg und Wilsberg. Die weite, offene Situation mit ihren ungetrübten Sichtverbindungen wird genutzt um entlang des “Weißen Weges” eine Landmarke zu setzen. Dieser Orientierungspunkt markiert den höchsten Punkt der Landschaft und ist auf Grund dieser Lage ideal als Aussichtspunkt geeignet.

Der Maulbeerhügel ist ein ca. 1,50 m hohes Erdplateau, das rasterförmig mit 25 hochstämmigen Maulbeerbäumen überstellt ist. Im Winter, wenn die umliegenden Ackerparzellen brach liegen, hebt sich die Erdskulptur deutlich aus der Umgebung heraus, im Sommer bilden die wachsenden Getreidefelder sukzessive einen Rahmen, die Wirkung des Maulbeerhügels wandelt sich.

 

Die weißfrüchtige Maulbeere wurde bereits zu Zeiten der Römer in den wärmeren Regionen Europas verbreitet, auf Grund ihrer Eignung zur Seidenraupenzucht wurde dieser Baum in Preußen an zahlreiche Alleen und Plätzen gepflanzt. Heute sieht man diesen Baum leider nur noch sehr selten in der Region. Die schmackhaften, brombeerähnlichen (weißen) Früchte eignen sich ideal zum direkten Verzehr, also bspw. bei einer Rast. In den ersten Jahren sind die Bäume mit kreuzförmig angeordneten weißen Pfählen befestigt, was den artifiziellen Charakter noch verstärkt.