Friedhof Rott Roetgen

Friedhöfe sind ein Ort der Meditation und Ruhe. Um diese Ruhe zu finden, ist die Abschirmung von der Umgebung unabdingbare Voraussetzung.

 

Die Abschirmung des Friedhofs in Rott erfolgt zur Wohnbebauung hin durch eine langgestreckte Natursteinwand (Gabione). Gegenüberliegend bildet die Kante des Waldes einen angemessenen Rahmen.

Die Mauer definiert den Ort des Friedhofs und weist in Richtung Osten eine Öffnung mit 2 Toren auf. Diesem Eingang ist ein kleiner Platz mit einem Hochkreuz vorgelagert. Der Eingang wird gekrönt von einem schwebenden Dach, das kleinen Gruppen die Möglichkeit eines trockenen Aufenthaltes gibt. Ein langgestreckter geradliniger Weg führt in die Tiefe des Friedhofgeländes. Rechts davon, unmittelbar entlang der Friedhofsmauer, befindet sich ein Kirschblütenhain mit darunter liegenden Urnengräbern.

 

Gegenüberliegend ist die Friedhofsfläche in 4 große Grabfeldeinheiten gegliedert.

Jede dieser Einheiten erhält in unterschiedlichem Rhythmus eine Unterbrechung, an der sich je eine Sitzmöglichkeit und eine Wasserzapfstelle befinden. Gefasst werden die Feldeinheiten durch ein rundum verlaufendes, schmales, schwarzes und begehbares Schotterband. Räumliche Unterstützung erfahren die Felder durch wechselnde niedrige Heckenstreifen.

 

Es werden möglichst einfache Materialien wie Beton, Naturstein, unbehandelter Stahl und Massivholz mit möglichst unbehandelten Oberflächen vorgesehen. Diese Materialien lassen das Altern sichtbar werden, wehren sich nicht gegen die Einflüsse der Witterung und der Zeit und bekommen so bald ein vertrautes Aussehen. Der zu erwartenden Vielfalt der einzelnen Grabstellen wird bewusst eine ruhige Grundstruktur gegenübergestellt. Die Füllung der Gabionenmauern erfolgt durch einen blaugrauen Kalkstein aus der Region. Der Hauptweg ist mit einem dunklen Betonpflaster bzw. Klinkerpflaster belegt. Die Seitenwege sind mit einem hellgrauen Splitt vorgesehen. Die Rahmung der Grabfelder erfolgt über anthrazitfarbenen Schotter.